Was ein Bauteil trägt — lesen, vergleichen, bearbeiten und zurückschreiben.
Eigenschaften werden nicht automatisch geladen. Beim Öffnen liest die Anwendung Geometrie und Struktur; die vollständigen PropertySets kommen erst überAnalyse → Properties laden (oder den Knopf rechts in der Schnellzugriffsleiste) dazu. Ohne diesen Schritt bleiben SmartViews, SQL, Mengenansätze und Auswertungen leer.
Drei Orte für Eigenschaften
Detailleiste
Der Reiter Eigenschaften rechts zeigt das gewählte Bauteil: Attribute (Name, GlobalId, IFC-Klasse, Beschreibung), alle PropertySets, die Mengen (Quantity Sets) und eine Rohansicht der IFC-Daten.
Eigenschaften-Tabelle
Analyse → Eigenschaften öffnet eine Tabelle über alle Bauteilemit frei wählbaren Spalten: IFC-Attribute, die gerechneten icp-Werte nach Domäne und jede Eigenschaft aus den geladenen PropertySets. Filtern nach Modell, IFC-Klasse und Volltext, Sortieren, Gruppieren per Ziehen, Spaltenbreiten merken, Werte direkt bearbeiten und Excel-Kopieren/Einfügen.
StrgF Suche
Volltextsuche über Attribute und geladene Eigenschaften aller Modelle.
Werte ändern und exportieren
1
Einzelwert
In der Detailleiste über den Wert fahren → Stiftsymbol → tippen → Enter. Geänderte Werte sind bernsteinfarben markiert.
2
Viele Werte auf einmal
Für Massenänderungen ist der DataStream im DataBuild-Tab gedacht: Tabelle laden, Werte und Formeln eintragen (inklusive REGEXREPLACE, Datentyp je Spalte, #DEL# zum Löschen), anwenden. Die Änderungen erscheinen sofort im Viewer.
3
Zurückschreiben
Exportieren → IFC exportieren schreibt eine neue .ifc-Datei mit allen Änderungen; das Menü zeigt die Anzahl der Änderungen als Zähler. Die Originaldatei bleibt unangetastet.
infraCore-Properties (icp)
Die aus dem IFC gelesenen Mengen heißen je nach IFC-Klasse anders — mal „Länge“, mal „Dicke“, mal „Ansichtsfläche“. Für Regeln, die über alle Bauteile gelten sollen, ist das unbrauchbar. Deshalb legt infraCore daneben einen klassenunabhängigen Kennsatz mit immer gleichen Namen an. Alle diese Namen tragen das Präfix icp.
Das Präfix ist eine Herkunftsangabe: trägt eine Eigenschaft icp, hat infraCore sie gerechnet — alles ohne stammt aus der Quelldatei. An jedem Wert ist damit ablesbar, wer dafür geradesteht.
icpTopArea, icpBaseArea, Seiten- und Kontaktflächen
Hüllkörper
achsparallele Hüllbox (icpBBoxMinZ …) und eng anliegender Hüllquader (OOBB) samt seiner sechs Seitenanteile
Identifikation
stabile Id, GUID, Suchschlüssel (icpLookupString), Verbund, Material
Berechnet wird der Kennsatz über „Jetzt berechnen“ im Abschnitt infraCore-Properties. Danach liegen die Werte als PropertySet ICPim normalen Eigenschaftskanal — also in der Detailleiste, in Schnellfiltern, SmartViews, SQL, in den Mengen-Formeln und im IFC-Export, ohne Sonderweg. Gerechnete icp-Spalten sind schreibgeschützt.
Der Knopf „Jetzt berechnen“ rechnet ein Modell (das des gewählten Bauteils). Für alle geladenen Modelle gibt es im Reiter Eigenschaften den Knopf „icp berechnen“: die Modelle werden angestellt und der Reihe nach gerechnet — immer nur eines zur Zeit, sonst würde die Oberfläche stehen —, die Meldung am Ende nennt die Summe über alle Modelle.
Während der Berechnung ist die App gesperrt — ein Fenster mit der Tunnelbohrmaschine zeigt den Fortschritt über alle Modelle und lässt den Lauf abbrechen. Bereits gerechnete Bauteile behalten ihre Werte. Nach einem Abbruch startet in dieser Sitzung kein automatischer Lauf mehr. Der automatische Lauf für neu geladene Modelle sperrt genauso; abschalten lässt er sich inEinstellungen → Laden & Speicher → infraCore-Properties automatisch.
Bauteile ohne Geometrie in der Ansicht bekommen keinen Kennsatz und werden in der Statuszeile als „ohne Geometrie“ gezählt: Bauteile ohne Körper in der Quelldatei und der Lade-Modus „Geometrie zusammenfassen“ (dort gibt es keine Geometrie je Bauteil). Sind es auffällig viele, lohnt der Blick auf diese Zahl.
Erst dadurch werden Regeln möglich, die über Domänen hinweg gelten — etwa „alle Objekte mit icpBaseAreaContact > 0,5 m² auf LV-Position X".