Aufgenommener Bestand: Laserscans, texturierte Netze, Drohnenergebnisse und Baugrund.
Punktwolken
Menüband Punktwolke. Unterstützt LAS, LAZ, E57 und XYZ, georeferenziert im Projekt-CRS.
1
Zuerst das IFC laden
Damit Modell und Wolke denselben Ursprung teilen, lädst du das IFC zuerst. Sonst können beide um Kilometer auseinanderliegen.
2
Import einstellen
Der Dialog fragt nach Dichte (Ziel-Punktzahl, auch frei eingebbar) und Farbquelle: Originalfarbe, Höhe, Intensität, Klassifizierung oder eine Einheitsfarbe.
3
Ausrichten und darstellen
Feinjustierung über ein Gizmo; Punktgröße und Darstellung sind einstellbar. Ein Octree sorgt dafür, dass aus der Ferne weniger Punkte gezeichnet werden.
Punktwolken reisen nur mit ihren Einstellungen (Ausrichtung, Punktgröße, Sichtbarkeit) in der .icproj — die Punkte selbst würden jede Projektdatei sprengen. Nach dem Öffnen steht sie in der GIS-Liste als „fehlt“; über das Ordner-Symbol wählst du die Quelldatei, und die gespeicherte Ausrichtung greift wieder. Importierte Netze (OBJ/GLB samt Texturen) liegen dagegen vollständig in der Projektdatei.
OBJ-Netze mit Textur
Menüband Mesh → Netz importieren lädt OBJ-Netze samt .mtl und Texturbildern (alle Dateien gemeinsam auswählen).
OBJ schneiden
Zwei Verfahren: verlustfreies Clipping (umkehrbar, die Geometrie bleibt unangetastet) oder ein echter CSG-Schnitt, bei dem die Schnittflächen mit korrekten Texturkoordinaten entstehen. In beiden Fällen bleibt die Textur erhalten.
OBJ exportieren
Als ZIP mit .obj, .mtl und Texturbildern. Ein aktiver Clipping-Schnitt wird dabei in die Geometrie eingebacken.
Netz bearbeiten
Netz schließen (Löcher überbrücken, mit einstellbarer maximaler Lückenweite), Netz glätten und Löcher extrahieren.
Flächen wählen → eigenes Netz
Mesh → Flächen wählen nimmt einzelne Flächen aus beliebigen Objekten im 3D — IFC-Bauteile, DGM, 3D-Mesh aus der Punktwolke, importierte Netze —, nicht das ganze Objekt. Klick wählt eine Fläche, Strg+Klick ergänzt oder entfernt,Esc oder der Chip Flächen wählen in der Tab-Leiste beendet das Werkzeug. Ein Objekt wird beim ersten Überfahren einmal analysiert — bei großen Netzen zeigt das Panel so lange „Fläche wird analysiert …“, das Programm bleibt dabei bedienbar; danach folgt die Hervorhebung dem Cursor ohne Verzögerung.
Knickwinkel
Benachbarte Dreiecke gehören zur selben Fläche, solange ihr Knick unter dem Knickwinkel bleibt — wie „verbundene Kanten“ im Geometrie-Inspektor. Eine gewölbte Tunnelschale wird so mit einem Klick als Ganzes gewählt, die 90°-Kante zur Stirnfläche trennt. Richtwert Gewölbe 10–30°; 180° wählt die ganze zusammenhängende Oberfläche. Eine Änderung lässt die bestehende Auswahl sofort neu wachsen.
Mesh erzeugen
Die gewählten Flächen werden zu einem Netz verschweißt und einheitlich orientiert. Hängen sie nicht zusammen, kommt eine Warnung mit Abstand und der Wahl: Lücken schließen (Fuge zwischen den einander zugewandten Rändern mit einem Dreiecksstreifen überbrücken), mehrteilig erzeugen oder abbrechen. Das Netz erscheint in der Projektstruktur → GIS → Netze, ist im 3D anklickbar und wird mit dem Projekt gespeichert.
Volumen vergleichen (Über-/Unterprofil)
Mesh → Volumen vergleichen rechnet das Volumen zwischen zwei offenenNetzen A (Soll/Referenz) und B (Ist/Vergleich) — quer zur Fläche, nicht senkrecht. Das trägt gewölbte, geneigte und schiefe Flächen wie Tunnel-Innen- und -Außenflächen, und Flächen, die sich mehrfach schneiden. Gerechnet wird nur, wo beide Flächen übereinander liegen; die offenen Ränder begrenzen den Bereich.
Bezeichnung
B liegt vor A
B liegt hinter A
„vor A“ heißt
Tunnel
Überprofil (Mehrausbruch)
Unterprofil (Minderausbruch)
weg von der Krümmungsmitte, ins Gebirge
Erdbau
Auftrag
Abtrag
oben
Neutral
Mehrvolumen
Mindervolumen
Richtung der Flächennormalen von A
Exakt
Beide Flächen werden zu geschlossenen Schalenkörpern aufgedickt und boolesch verschnitten. Das Ergebnis ist exakt für die Dreiecksnetze; jeder Anteil zerfällt bei mehrfachem Schneiden von selbst in Teilkörper. Die Suchtiefe (0 = automatisch aus der gemessenen Abweichung) muss größer sein als die größte Abweichung.
Voxel (Näherung)
Adaptive Würfel, die zu den Flächen und Rändern hin immer kleiner werden. Gegenprobe zum exakten Wert und Rückfall für Netze, aus denen kein Schalenkörper entsteht (z. B. Kanten mit mehr als zwei Dreiecken in Photogrammetrie-Netzen).
Differenzkörper
Das Ergebnis steht in der Projektstruktur → GIS → Netze als „Vergleich A ↔ B“ und ist nach dem Rechnen gleich gewählt: grün = Überprofil/Auftrag/Mehrvolumen, rot = Unterprofil/Abtrag/Mindervolumen — aufklappbar, jeder Teilkörper einzeln ein-/ausblendbar. Klick auf die Zeile oder den Körper im 3D zeigt die Volumina in der Detailleiste. Export als OBJ, mit dem Projekt gespeichert.
Erscheinen Über- und Unterprofil vertauscht (etwa weil A eben ist oder als einzelne Fläche ohne erkennbare Krümmung), schaltet Seiten tauschen sie um. Der Dialog schreibt dazu, wie A ausgerichtet wurde.
Die Werte sind Rechenergebnisse aus den gewählten Netzen — sie sind nur so gut wie deren Lage und Auflösung. Für Abrechnung und Nachweis durch eine Fachperson prüfen.
Normalabstand (Abweichungskarte)
Mesh → Normalabstand misst für jeden Punkt einer Fläche den Abstand zur anderen — quer zur Fläche, wie beim Volumenvergleich — und färbt die Fläche danach ein. Vorzeichen wie dort: im Tunnel + = Überprofil, − = Unterprofil. Bei großen Netzen zeigt der Knopf den Fortschritt in Prozent; Abbrechen beendet die Rechnung.
Skala
Abgestufte Klassen je Seite (grün +, rot −), in der Mitte optional ein neutrales Toleranzband. Die Spanne ist anfangs automatisch (98 % der Werte liegen darin); Spanne, Klassenzahl und Toleranz lassen sich in der Detailleiste jederzeit ändern — die Karte färbt sofort neu. Dunkelgrau = neben dem Rand der Bezugsfläche, ohne Wert.
Ablesen
Die Legende unten links im 3D zeigt Klassen, Min., Max., Mittel und RMS; ein Klick auf die Karte zeigt den Wert an dieser Stelle. Die Detailleiste zeigt dazu den Flächenanteil je Klasse.
Anpassen
Auf Werte anpassen legt die Klassen auf den Bereich, in dem wirklich Werte liegen (1–99 % der Fläche). Grenzen, Anzahl oder Schrittweite, Toleranz und Palette (auch Orange–Blau für Rot-Grün-Schwäche) sind frei. Klick auf eine Klasse(Legende oder Detailleiste) isoliert sie, Strg+Klick nimmt weitere dazu; der Rest wird blass oder ausgeblendet. Bereiche ohne Wert, leere Klassen, Deckkraft, Beleuchtung und Klassenlinien sind schaltbar; der Ausschnitt beschränkt die Karte auf eine Box — auch automatisch um die isolierte Klasse oder den Klickpunkt. Im Histogrammdie Griffe links und rechts nach innen ziehen (oder „von/bis“ eintippen): Werte außerhalb verschwinden im 3D bzw. werden blass; Doppelklick setzt zurück. Deckkraft- und Ausschnitt-Regler zeigen die Wirkung beim Ziehen sofort und übernehmen den Wert beim Loslassen.
Messpunkte & Bericht
Umschalt+Klick setzt nummerierte Messpunkte (P1, P2 …) mit Wert. Ansicht aufnehmen merkt sich Bild und Kamera (Klick aufs Vorschaubild springt zurück); Bericht erstellen öffnet den Berichtseditor mit der Vorlage „Normalabstand — Abweichungsbericht“: Kennwerte, Legende, Verteilung, Klassen, Messpunkte und je Ansicht eine Detailseite — frei weiter bearbeitbar.
Export
Als ZIP mit farbigem OBJ und einer CSV mit dem Abstand je Punkt (Rechts-/Hochwert/Höhe, sofern das Projekt einen Ursprung hat).
Beim Erzeugen werden A und B ausgeblendet, damit die Karte nicht verdeckt wird. Die Werte gelten je Netz-Ecke, dazwischen linear — ist die eingefärbte Fläche grob vernetzt, „A einfärben“ wählen.
ODX / Drohnenbefliegung
Mesh → ODX-Ergebnis öffnet den Ergebnisordner einer Photogrammetrie-Rechnung (ODX, OpenDroneMap, WebODM) in einem Zug: Orthophoto, Höhenmodelle (DSM/DTM), Punktwolke und texturiertes Modell landen gemeinsam in der Anwendung — mit einem Koordinaten- und einem Höhenbezug.
Der Dialog erkennt die Bestandteile an ihren Dateinamen, zeigt sie zum An- und Abwählen und schlägt CRS sowie Geoidundulation vor. Die Reihenfolge ist nicht beliebig — die Punktwolke setzt den Projektursprung; genau deshalb ist das ein eigener Import und nicht fünf einzelne.
Bohrlöcher
Menüband Boreholes bzw. der gleichnamige Tab: CSV-Tabellen für Ansatzpunkt, Verlauf und Geologieimportieren, Spalten zuordnen, Farben aus einer .lfc-Datei setzen → farbige 3D-Bohrsäulen. Tabellenansicht und Export als IFC 4.3.
Baugrund
Das Geotechnik-Modul erzeugt aus Schichtenmodellen Baugrundschnitte(Achsen → Baugrund → MultiSection) mit Stationen, Statik-Zuordnung und Attributen; Export als DXF, DWG und Excel. Modelle, die als Baugrund gelten, stufst du im Kontextmenü der Projektstruktur ein: „Als Baugrundmodell einstufen“ — GeoDoc nutzt genau diese Einstufung für seine Prognose.