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Hilfe / Mengen, Kosten & Termine

Controlling-Einheiten

LV, Termin, Modell und Ist-Daten unter einem Schlüssel — ohne eine dieser Quellen zu kopieren.

Eine Controlling-Einheit verknüpft LV-Positionen, einen Terminplanvorgang, Modellobjekte und die Ist-Daten aus CIS und RIB iTWO — ohne diese Daten zu kopieren. Jedes System bleibt führend; das Modul liest nur und schreibt nirgends hinein. Fällt die Verknüpfung aus, arbeiten LV, Terminplan und Modell unverändert weiter.

Die Zuordnungslogik

LV
Eine LV-Position gehört einer oder mehreren Einheiten — mit Anteil. Ohne Anteil teilt sie sich gleichmäßig; sind Anteile gesetzt, müssen sie 100 % ergeben. Nur so sind die Soll-Kosten aller Einheiten addierbar und ergeben zusammen wieder das LV.
Terminplan
Genau ein Vorgang je Einheit. Gefunden wird er über ein Vorgangsfeld (WBS, ID, Name oder ein Attribut aus MS Project) oder über die Spalte „Vorgang-ID“ der Masterliste. Zeigen beide Wege auf verschiedene Vorgänge, bleibt der Widerspruch als Befund stehen.
Modell
Standardmäßig vom Vorgang geerbt — der trägt seine Modellverknüpfung schon, es gibt also nichts doppelt zu pflegen. Nur bei abweichendem Zuschnitt bekommt die Einheit eine eigene Auswahl (SmartViews, Attribut-Bedingungen, Handauswahl).
Ist-Daten
Baufortschritt, Mengen, Stunden und Maschinen aus CIS sowie Ist-Kosten aus RIB iTWO — beliebig viele Meldungen je Einheit und Stichtag.

Masterliste

Die freigegebene Excel bleibt die verbindliche Referenz. Beim Import „fortschreiben“ kommen Nummer, Bezeichnung, Status, Wirksamkeitsdatum und Vorgang-ID aus der Datei; was hier erarbeitet wurde (Modellbindung, Notizen), bleibt erhalten. Einheiten, die in der Datei fehlen, werden nicht gelöscht — sie werden vor dem Import benannt. Ein zweiter Import derselben Datei ändert nichts. Masterliste und Ist-Daten erscheinen unter Projekt › Quellen und lassen sich dort mit den Einstellungen des letzten Imports aktualisieren.

Verknüpfungen aufklappen

Der Schalter „Verknüpfungen aufklappen“ macht aus jeder Zeile eine Gliederung: LV (Positionen mit Ordnungszahl, Kurztext und Anteil), 4D (der gebundene Vorgang samt Soll-Terminen) und 3D (die Bauteile mit GlobalId, Name, IFC-Klasse und Modelldatei). Ein Ast erscheint nur, wenn es dort etwas gibt. Per Rechtsklick lässt sich ein einzelnes Bauteil oder die ganze Einheit im 3D isolieren oder zum Vorgang im Terminplan springen.

Ein Klick auf eine Verknüpfungszeile springt zur Quelle: die LV-Position öffnet das Leistungsverzeichnis, der Vorgang die Vorgangstabelle im 4D-Tab, das Bauteil die 3D-Ansicht. Wird die Tabelle sortiert oder gruppiert, pausiert die Gliederung — die Reihenfolge ist dann eine andere; die Kopfleiste sagt es. Je Ast werden höchstens 300 Zeilen aufgebaut, der Rest steht als „… weitere N“.

Spalten aus 4D und LV

Das Menü „Spalten“ hat drei Abschnitte: die Grundspalten der Einheit, 4D — Terminplanvorgang (Kennung, WBS, Art, Dauer, Meilenstein, übergeordneter Vorgang, Fortschritt, Ist-Termine, Station, Vorgänger und jedes benutzerdefinierte Feld des geladenen Plans) und LV — zugeordnete Positionen(OZ, Kurztext, Langtext, Einheit, Menge, EP, Soll-Kosten, Anteil, Mengenherkunft, Positionsart). Diese Werte werden gelesen (Schloss im Menü) — geändert wird im Terminplan bzw. im LV.

Auf der Zeile der Einheit sind Zahlen mit dem Anteil gewichtet aufsummiert: gehört eine Position zu zwei Einheiten, steht bei jeder ihre Hälfte. Was sich nicht ehrlich zusammenfassen lässt (volle Positionsmenge, Anteil, Langtext, unterschiedliche Einheitspreise), bleibt leer statt geraten.

LV-Import mit Controlling-Spalten

Die AVA-Tabelle liefert die Zuordnung in Spalten am Tabellenende. Der LV-Import erkennt sie (benannte Köpfe oder ein Block mit den Überschriften 1, 2, 3 …) und zeigt sie als abwählbare Felder — die Erkennung ist ein Vorschlag, keine Behauptung. Danach stehen im Leistungsverzeichnis zwei neue Spalten: „Controlling-Einheit“ und „Anteil %“.

Prüfung

Die Prüfung beantwortet die Kernfrage: fällt jedes reale Objekt in genau eine Einheit? Sie meldet Objekte ohne Zuordnung, mehrfach zugeordnete Objekte, LV-Positionen ohne Einheit, Anteile ungleich 100 %, unbekannte Nummern und Einheiten, die produktiv verwendet werden, ohne freigegeben zu sein. Jeder Befund lässt sich im 3D zeigen und als Excel exportieren.

Sie läuft nur auf Knopfdruck (sie geht über alle geladenen Modelle). Ändert sich danach etwas, wird das Ergebnis als veraltet gekennzeichnet, statt still neu zu rechnen. Virtuelle Objekte und Koordinationskörper nimmt man über die IFC-Klasse oder eine SmartView aus.

Soll-Ist

Eine Zeile je Einheit zu einem Stichtag: Soll-Kosten, Soll- und Ist-Termine, Fortschritt, Menge, Stunden, Maschinenstunden, Ist-Kosten und die Abweichungen in Arbeitstagen. Die Spalte Mengenherkunft sagt je Zeile, woher die Menge kommt. Beim Fortschritt führt CIS; der Wert aus dem Terminplan tritt nur ein, wenn CIS nichts gemeldet hat.

Leistungswert, Kosten- und Termineffizienz sind abgeleitete Kennzahlen aus vier Quellen mit unterschiedlichen Stichtagen. Sie zeigen eine Richtung — führend bleiben LV, Terminplan, CIS und RIB iTWO.

Auswerten, teilen, freigeben

„In DashBI auswerten“ öffnet das Auswertungsmodul mit der fertigen Vorlage „Controlling“: Soll- und Ist-Kosten, kostengewichteter Fortschritt, Einheiten im Verzug, Kostenabweichung, Ganglinien, Terminabweichung, Stunden je Monat und Prüfstand.

Ist eine Einheit falsch geschnitten, lässt sie sich teilen: aus Einheit12 werden Einheit12.1 und Einheit12.2, die Herkunft bleibt nachvollziehbar. Der Dialog listet jede erfasste LV-Position und Ist-Meldung und lässt sie einem Teil zuweisen — automatisch verteilt wird nichts, denn nur du weißt, was wohin gehört. Was offen bleibt, erscheint danach in der Prüfung als Fehler. Jede Änderung landet mit Wirksamkeitsdatum im Änderungsprotokoll.

Technische Details: docs/controlling.md